Warum Spook 👻 bei mir nicht mehr fehlen darf

Wer Home Assistant eine Weile betreibt, stößt irgendwann auf Funktionen, die man schmerzlich vermisst und die nie im Core landen werden. Genau dafür gibt es Spook.

Was dahintersteckt

Spook stammt von Franck „Frenck“ Nijhof, der bei Nabu Casa hauptberuflich an Home Assistant arbeitet. Er kennt die Fälle, in denen gewünschte Features nicht in Home Assistant übernommen werden, und hat Spook gebaut, um genau diese Lücke zu füllen. Technisch ist es eine Custom Integration, die neue Aktionen ergänzt, bestehende erweitert, zusätzliche Entitäten anlegt und die Konfiguration auf Fehler überwacht. Installiert ist das in fünf Minuten: über HACS herunterladen, neu starten, unter Geräte & Dienste einrichten. Fertig.

Was es mir im Alltag bringt

Aufräumen ohne Rätselraten. Das ist mein Lieblingsfeature, und es löst ein Problem, das jeder kennt: Man tauscht ein Gerät aus, benennt eine Entität um oder entfernt eine Integration und irgendwo in einer Automation, einem Skript oder einem Dashboard steht noch die alte Entitäts-ID. Home Assistant meckert dabei nicht. Die Automation wird einfach nicht mehr ausgelöst, die Dashboard-Karte zeigt „Entität nicht verfügbar“, und man merkt es erst, wenn morgens das Licht nicht angeht.

Spook dreht den Spieß um. Es überwacht die Konfiguration laufend auf solche Probleme, findet etwa Entitäten, die in Automationen verwendet werden, aber gar nicht mehr existieren, und meldet sie im Reparatur-Dashboard von Home Assistant. Diese Prüfung beschränkt sich nicht auf Automationen. Spook hängt sich unter anderem auch in Skripte, Szenen, Gruppen, Utility Meter und Dashboards ein. Jede Meldung nennt konkret, wo die verwaiste Referenz steckt. Also z. B. welche Automation auf welche fehlende Entität zeigt. Statt YAML-Dateien zu durchsuchen oder sich durch jede Automation zu klicken, öffne ich einfach Einstellungen → Reparaturen und arbeite die Liste ab. Sobald die Referenz korrigiert ist, verschwindet der Hinweis von selbst.

Daneben weist Spook auch auf veraltete YAML-Einträge für Integrationen hin, die gar kein YAML mehr nutzen, und bietet Werkzeuge, um verwaiste Entitäten zu bereinigen. Mein Ablauf ist inzwischen fest: Nach jedem Umbau ein Blick in die Reparaturen und das Setup bleibt sauber, ohne dass ich Monate später über eine stillgelegte Automation stolpere.

Integrationen per Automation steuern. Spook kann Integrationen deaktivieren und wieder aktivieren und sogar deren Polling abschalten praktisch, wenn man unterwegs ist und eine kostenpflichtige API nicht unnötig belasten will.

Cloud nur bei Bedarf. Mit Spook lässt sich der Fernzugriff abschalten, solange man zu Hause ist, und beim Verlassen automatisch wieder aktivieren.

Mein Fazit

Für mich gehört es zur Grundausstattung. Schon die Reparatur-Hinweise machen mein Setup sauberer und zuverlässiger. Und mal ehrlich: Ein Geist, der freiwillig hinter einem aufräumt? Den lässt man doch gern einziehen. 👻